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Oberhessische Presse 08.05.2015

Quelle: Oberhessische Presse 08.05.2015[Link]

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 24. Juni 2015 um 21:39 Uhr
 
 

Trotz des eher kalten und teils regnerischen Wetters fanden auch in diesem Jahr wieder einige Besucher den Weg zum Maifeuer auf dem Festplatz in Bürgeln neben der Grillhütte. Das Feuer konnte nach anfänglichen Schwierigkeiten wegen des nassen Holzes letztendlich doch erfolgreich gegen 21:30 Uhr entzündet werden. Die Besucher erfreuten sich der wohltuenden Wärme des Feuers und feierten – teilweise bis tief in die Nacht – in den Mai hinein.

Vielen Dank an die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Bürgeln für die super Bewirtung :-)


Weitere Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier!

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 02. Mai 2015 um 12:34 Uhr
 
 

Am 19. April 2015 feierte der Konfirmandenjahrgang des Jahrgangs 1965 das Fest der Goldenen Konfirmation in der Kirche in Bürgeln.

Der Gottesdienst wurde durch Herrn Pfarrer Dr. Prieur und Mitglieder des Kirchenvorstandes sehr feierlich gestaltet. Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch den Flötenkreis, das Parforcehornkorps des Jägervereins Lahn-Ohm und den Organisten.

Eingesegnet wurden:

  • Elisabeth Fiedler, geb. Wunderlich
  • Hannelore Goldhahn, geb. Meißner
  • Ingrid Glänzer, geb. Eucker
  • Hiltrud Heuser, geb. Busch
  • Ruth Keifler, geb. Löchel
  • Erika Rausch, geb. Jäger
  • Friedhelm Nebel
  • Friedrich Reichel
  • Dieter Rodenhausen

(Fotos: Sebastian Reichel)

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 02. Mai 2015 um 17:21 Uhr
 
 

Oberhessische Presse 31.03.2015

Quelle: Oberhessische Presse 31.03.2015[Link]

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 01. April 2015 um 15:50 Uhr
 
 

Oberhessische Presse 30.03.2015

Quelle: Oberhessische Presse 30.03.2015[Link]

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 30. März 2015 um 17:08 Uhr
 
 

Nachtwächterwanderung mit der Seniorengruppe des  Turnvereins Schwarz-Weiß Bürgeln am 11. März 2015

Sie waren wieder aktiv, die Seniorinnen und Senioren des TV Schwarz-Weiß Bürgeln. Diesmal hatten Karin Kornemann und Marita Reichel, die beiden Organisatorinnen, eine interessante und informative abendliche Wanderung durch die Altstadt Marburgs geplant. Als Leiter dieser Oberstadtführung fungierte ein „original Marburger Nachtwächter“!

Treffpunkt der Altstadttour war der Kornmarkt neben der Alten Universität. Von hier aus zogen die Seniorinnen und Senioren in gemütlichem Tempo durch die verwinkelten Gassen und über einige steile Treppen u.a. im Bereich Hirschberg, Metzgergasse, Heumarkt, Barfüßerstraße, Rübenstein, Lutherischer Kirchhof, Ritterstraße, Steinernes Haus und dem Marktplatz. Unterwegs wurden seitens des „Nachtwächters“ und auch „Feuerwächters“ zahlreiche historische Ereignisse angeführt. Mit Humor und mancher Zweideutigkeit gewürzt gelang es ihm auch, sehr anschaulich das Leben im mittelalterlichen Marburg zu schildern, Anekdoten zu erzählen und wichtige Marburger Persönlichkeiten vor zu stellen. Ebenfalls konnte er Interessantes zu einigen Fachwerkhäusern und Plätzen vermitteln. So erfuhren die Teilnehmer u.a. von der „Unsauberkeit“ der Marburger Gassen, von der Einführung von Hausnummern seitens Napoleons und dass in Marburg durch die Tochter der Heiligen Elisabeth, Sophie von Brabant, „Hessen“ gegründet wurde und somit Marburg tatsächlich die erste Hauptstadt Hessens war! Ebenfalls bemerkenswert war die historische Restaurierung des „Bärenbrunnens“ durch eine Marburger Studentenverbindung, die mit dieser Aktion auf ihr Haustier und Maskottchen, einen Braunbären, aufmerksam machen wollten!


Auch dass die Brüder Grimm im Winter in eiskalter Studentenbude hoch unter dem Dach wohnten, war den meisten Teilnehmern unbekannt. Besonders amüsant war die Erläuterung des Begriffs „Marburger Laufhaus“. Hier zeigte sich, dass man es im alten Marburg offenbar mit der „ehelichen Treue“ nicht so ganz genau nahm! Auch der Umstand, dass im alten Marburg der Wohlstand der Marburger Bürger davon abhing, dass man ein Schwein und einen Studenten im Haus hatte, wurde von den zuhörenden Seniorinnen und Senioren schmunzelnd zur Kenntnis genommen!

Am Marktplatz war die Nachtwächterwanderung zu Ende und gut gelaunt beendete man den Abend im Gasthaus „Gartenlaube“. Bei einer kräftigen Mahlzeit und einem gut gezapften Bier erfuhren die Mitglieder der Seniorengruppe, dass die beiden Organisatorinnen schon neue Ideen haben und neue Aktivitäten planen. Man darf gespannt sein. Mit einem kräftigen Dankeschön für diesen ereignisreichen Abend und die gute Organisation beendete man den Marburgbesuch und kehrte zurück nach Bürgeln.

Text: Frieder Reichel
Fotos: Hans Junker


Weitere Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier!

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 29. März 2015 um 17:37 Uhr
 
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Oberhessische Presse 11.03.2015

Quelle: Oberhessische Presse 11.03.2015[Link]

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 30. März 2015 um 17:06 Uhr
 
 

 
 

Am 24.01.15 lud der Gesangverein Bürgeln zum zweiten Mal zu seinem Neujahrsempfang ein.
Die Mitglieder des Vereins danken den Verantwortlichen, in dem sie fast vollzählig an der Veranstaltung teilnahmen. Die große Verbundenheit mit dem Verein zeigte sich auch daran, dass auch die nicht mehr aktiven Sänger/Innen in Scharen kamen.
Zur Begrüßung der Veranstaltung gab es ein Glas Sekt bzw. ein nicht alkoholisches Getränk, gefolgt von einem keinen Imbiss.
Die 1. Vorsitzende des Vereins, Frau Barbara Brantl, begrüßte die Gäste und lies, nach einem kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr, den gemütlichen Teil des Nachmittags folgen.
Sowohl die aktiven wie auch passiven Sänger/Innen gestalteten den Nachmittag durch Vorträge und Sketche der die Veranstaltung wie im Fluge vergehen lies.
Die Veranstaltung endete mit einem Fischessen.
Die Reaktionen zum Ende der Veranstaltung bestärkten den Vorstand, auch im Jahre 2016 einen Neujahrsempfang durchzuführen.
Mit dem Hinweis, dass im Sommer 2015 das 120-jährige Jubiläum des Vereins ansteht, verabschiedeten sich die Gäste.

Ihren Spaß am singen, können die in Bürgeln und Umgebung wohnenden Mitbürgen nun ebenfalls ausleben, da der Gesangverein immer montags in der Zeit von 20.00 – 21.30 Uhr seine Singstunde abhält und Jedermann/Frau die Möglichkeit hat, an diesen Singstunden, unter der Leitung von Chorleiter Jens Amend, teilzunehmen, mit dem Ziel an der Jubiläumsveranstaltung im Sommer mitzusingen.  

 
 

Uns Bürgelnern ist aus der Dorfchronik[Link] von Heinrich Heimrich („Bürgeln, ein historisches Ohmtaldorf“) bekannt, dass es den beiden jüdischen Familien Hess und Wertheim aus Bürgeln gelungen ist, rechtzeitig am 2.8.1939 nach Großbritannien, bzw. in die USA zu fliehen. Kein Mitglied dieser Familien wurde von den Nazis umgebracht, so mein Informationsstand bis vor einer Woche.

Heinrich Heimrich berichtet, dass die beiden Familien gut in die dörfliche Gesellschaft eingegliedert waren. Die Familienoberhäupter Isidor Wertheim (*1891) und Albert Hess (*1882), beide Weltkriegsteilnehmer, waren Mitglieder im Kyffhäuser. Isidor Wertheim war zudem Sänger im Bürgelner Gesangverein.

Insbesondere Wertheims waren sehr bei der Bürgelner Bevölkerung beliebt. Sie betrieben ein Lebensmittelgeschäft und ließen großzügig anschreiben. „Das waren genau so arme Leute wie wir!“, sagte ihr alter Nachbar, der Schuhmachermeister Seibert Kuhn, einmal zu mir über beide Familien. Und – so Heinrich Heimrich: „Sie fühlten sich als Deutsche. Unter den Begriffen „Vaterland“ und „Patriotismus“ konnten sie sich etwas vorstellen.“

Während der Nazi-Zeit kam es hin und wieder zu Ausfällen von fanatischen Bürgelner Nazis, die vor den beiden Wohnhäusern der Familien Hess und Wertheim in der Ohmtalstraße antijüdische Hassparolen brüllten. Zu terroristischen Übergriffen ist es aber nicht gekommen.

Dies und die zunehmende Diskriminierung und Entrechtung jüdischer Menschen führte schließlich dazu, so Heinrich Heimrich in seiner Dorfchronik[Link], dass beide Familien Deutschland 1939 verließen.

Irma Wertheim (*1926), die in den USA ihre neue Heimat gefunden hatte, ist 1988 nach Bürgeln zurückgekehrt, um ihr Heimatdorf wiederzusehen und sich mit ehemaligen Schulkameraden zu treffen. Die Reise in die Vergangenheit hatte sie „viel Kraft und Überwindung gekostet“, berichtet die OP über den ersten Besuch (OP vom 5.9.1988). Diesem ersten Besuch in Bürgeln folgte ein weiterer 1998. Die Fotos in der Dorfchronik[Link] lassen den Eindruck entstehen, dass Irma Pretsfelder, geb. Wertheim, ein herzliches Verhältnis zu ihren alten Schulkameraden gehabt hat. Bis heute besteht noch Kontakt zu ihr.

Warum lag aber der geplante erste Besuch in Bürgeln „wie ein Alpdruck“ auf ihr?

Gab es vielleicht noch andere private Ursachen dafür, über die sie nie sprach?

Heinrich Heimrich resümiert sein Kapitel über „Jüdische Mitbewohner in Bürgeln“ – sie lebten seit dem 18. Jahrhundert in unserem Dorf – wie folgt:
„Das Unglück, welches der Nazi-Terror in Deutschland über diese Familien gebracht hat, ist nicht wiedergutzumachen.“

Auf den Homepages von Yad Vashem und dem Bundesarchiv kann man nach den Schicksalen jüdischer Menschen Nachforschungen anstellen.

Unter anderem gibt es die Möglichkeit, den Geburtsort einzugeben und dann die Suchmaschinen arbeiten zu lassen.

Im Archiv der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem findet man folgende Einträge:

Guntzenhauzer, Frida, geb. 1884 in Bürgeln, Laasphe, Germany‎, Page of Testimony: Murdered

Aronsohn, Bernardine, geb. 1854 in Bürgeln, Germany, Page of Testimony: Murdered

Beide Personen wurden also nach den vorliegenden Unterlagen ermordet.

Im Gedenkbuch der Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 kommen folgende Einträge:

Cohn, Rosa (geborene Ehrlich)
geboren am 28. September 1853 in Bürgeln / Marburg a. d. Lahn / Hessen – Nassau, wohnhaft in Frankfurt a. Main. Deportationsziel ab Frankfurt a. Main 20. Oktober 1941: Litzmannstadt (Lodz), Ghetto. Todesdatum/-ort: 28. März 1942

Wertheim, Frieda
geboren am 08. Mai 1877 in Bürgeln / Marburg a. d. Lahn / Hessen – Nassau, wohnhaft in Marburg a. d. Lahn. Deportationsziel: ab Kassel – Chemnitz: 07. September 1942, Theresienstadt, Ghetto. 29. September 1942, Treblinka, Vernichtungslager

Marx, Jettchen (geborene Wertheim)
geboren am 26. Juli 1873 in Bürgeln / Marburg a. d. Lahn / Hessen – Nassau, wohnhaft in Grüsen. Deportationsziel: ab Kassel – Chemnitz 07. September 1942: Theresienstadt, Ghetto. 29. September 1942, Treblinka, Vernichtungslager

Katz, Betty (geborene Wertheim)
geboren am 04. Mai 1888 in Bürgeln / Marburg a. d. Lahn / Hessen – Nassau, wohnhaft in Watzenborn. Deportationsziel: ab Darmstadt 30. September 1942: Treblinka, vermutl.

Gunzenhäuser, Frieda (geborene Wertheim)
geboren am 09. April 1884 in Bürgeln / Marburg a. d. Lahn / Hessen – Nassau, wohnhaft in Laasphe. Deportationsziel: ab Dortmund 29. Juli 1942: Theresienstadt, Ghetto. 23. September 1942, Treblinka, Vernichtungslager

Grünebaum, Heinrich Heinz
geboren am 12. Juni 1897 in Bürgeln / Marburg a. d. Lahn / Hessen – Nassau, wohnhaft in Essen. Deportationsziel: ab Düsseldorf 22. April 1942: Izbica, Ghetto

Das heißt mit anderen Worten:
Sieben Bürgelner sind Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns geworden, darunter 4 Angehörige der Familie Wertheim, die in der Ohmtalstraße gewohnt hat.

War das die Ursache für die großen Probleme, die Irma Pretsfelder, geborene Wertheim, mit ihrem ersten Besuch in ihrer alten Heimat hatte?

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass sie davon nichts gewusst hat.

Diese Bürgelner Opfer waren mir und wohl fast allen Bürgelnern bisher nicht bekannt gewesen. Weder im Buch „Unbekannt verzogen oder weggemacht“ der Marburger Geschichtswerkstatt, das über die Schicksale der Menschen jüdischer Herkunft aus dem Landkreis Marburg nach 1939 berichtet, noch in den beiden vorliegenden Dorfchroniken ist davon die Rede gewesen.

Die Frage, die sich mir stellt, ist:
Was fangen wir jetzt mit diesen Informationen an?


Albert HeßBerta Hess, geborene WertheimBerta WertheimIrma WertheimIsidor WertheimMartin Hess

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. Februar 2015 um 20:39 Uhr
 
 
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