Nahversorgung von Bürgeln im Plan

Lange gewartet haben die Bürger auf den ersten Bagger zum Baubeginn des Nahversorgungszentrums im Cölber Ortsteil Bürgeln. Dementsprechend wurden die ersten Erdarbeiten auch quasi stündlich von Neugierigen beobachtet. Die Bauarbeiten kommen zügig voran und der Zeitplan zur Eröffnung steht auch.
update Nahversorgung Bürgeln Cölbe

Sieben Jahre Planen, Verhandeln und auch Rückschläge lagen zwischen der ersten Idee des Errichtens eines Nahversorgungszentrums und dem offiziellen Spatenstich. Jetzt, im achten Jahr, stehen bereits die ersten Wände des Rohbaus und die Arbeiten laufen ohne Verzögerung.

Unter tatkräftiger Mithilfe der »Initiativgruppe Bürgelns Zukunft« (IG) sowie unterstützt von einigen Parteien der Gemeindevertretung, wurde diese Einkaufsmöglichkeit am Ortsrand überhaupt möglich.

Eröffnung definitiv im März

Cölbes Bürgermeister Dr. Jens Ried und das ausführende Bauunternehmen sowie der Hauptmieter (und Investor) NORMA hatten am Freitag, 2. August, zur Baustellenbegehung geladen, um einen aktuellen Stand der Arbeiten bekannt zu geben. »Einfach, um die Gerüchteküche mal etwas zu beruhigen und die Bürger mit Fakten zu versorgen«, sagte Ried. Und Fakt ist, dass eine Eröffnung Anfang März 2020 sicher fest steht.

Eine weitere Neuigkeit ist, dass ein Mieter für die Bäckerei gefunden wurde: der Schwälmer Brotladen wird eine Filiale eröffnen, der auch ein kleines Café angehören wird. Friedrich Reichel (Sprecher der IG) teilte mit, dass außerdem ein regionaler Metzger zugesichert hat, regelmäßig mit einem Versorgungswagen am Markt zu halten.

Der Weg hin zu einem Versorgungszentrum in Bürgeln war beschwerlich. „Aber auch die unterschiedlichen Herausforderungen, bis der Eintrag im Grundbuchamt fertig war, haben wir alle gemeistert“, erklärte Sven Weisbrod, Expansionsleiter für NORMA. Speziell ihm dankten die Mitglieder der IG und Bürgermeister Dr. Jens Ried dafür, dass NORMA am Projekt festgehalten hat. „Es wäre ein Leichtes gewesen zu sagen: ‘Jetzt reicht es uns’“, so Ried.

Weisbrod berichtet, dass sich durch den neuen Bäcker nichts ändert. Er wird einen separaten Eingang bekommen und auch das geplante Café wird im neuen Markt zu finden sein.

Umliegende Orte profitieren

Bürgermeister Ried erklärte zudem, dass der Standort Bürgeln den Vorteil habe, dass er einiges zu bieten habe. Das Nahversorgungszentrum soll Anziehungspunkt – auch der Bevölkerung der umliegenden Orte Betziesdorf, Anzefahr, Sindersfeld, Schönstadt, Bernsdorf, Reddehausen oder Ginseldorf – sein. Außerdem liegt es am Ortsrand neben der Mehrzweckhalle verkehrsgünstig für Pendler. Die Bundesstraßen 3 und 62 sind nur wenige hundert Meter entfernt. »Die Nachfrage, wann hier eingekauft werden kann, ist bereits enorm – die Leute freuen sich einfach auf die neuen Möglichkeiten «, bestätigten Reichel und Ried. Und der Bürgermeister ergänzte: »Hier wird nicht für Bürgeln, sondern für die Gemeinde gebaut. Dies hier ist zudem ein Gewinn für die gesamte Region.«

Dorfladen war keine Option

Bürgeln kann zudem mit einem direkten Anschluss an die Bahnverbindung Frankfurt – Kassel, eine Kindertagesstätte, eine Grundschule oder auch die Nähe zu Marburg als Standort punkten. Daher wurde hier nicht ein reines Einzelhandelsgeschäft geplant, oder sogar ein Dorfladen – welche teilweise in der Region nicht lange Bestand haben –, sondern bewusst auf Nahversorgung gesetzt. Neben dem Bäcker und dem Lebensmittelmarkt, ziehen auch ein Getränkemarkt (Hahn-Getränke aus Frielendorf) und ein Tierarzt (Dr. Roland Schulz) ein. Außerdem wird die Sparkasse Marburg-Biedenkopf einen Geldautomaten betreiben.

Schön ist, dass durch den Neubau auch Arbeitsplätze entstehen: So werden insgesamt um die 20 Personen beschäftigt werden. Der neue Markt wird 100 Parkplätze bekommen und von zwei Seiten wird eine Zufahrt möglich sein. Außerdem ist noch ein separater Fußgänger-Zugang über den Rennweg geplant.

Fotos © Tobias Grebestein

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