(Sitzung vom 22. Januar 2026 – dies ist kein offizielles Protokoll)

Ein wichtiger Punkt war die Gesprächsführung und das Protokoll der Sitzung.

Künftig werden der Verlauf der Tagesordnung und das Protokoll ab der Sitzung vom 22. Januar 2026 strenger gehandhabt. Dazu hat die Gemeinde Cölbe am 16. Januar 2026 an alle politischen Vertreter eine Handreichung verteilt, die im Ortsbeirat Bürgeln ab sofort ebenfalls eingehalten wird.
Die Sitzungsteilnehmer betonten zwar, dass der Austausch und der etwas lockere Umgang während den Sitzungen sehr anregend und erfrischend sei, die Vermischung der Tagesordnungspunkte „Verschiedenes“ und „Der Bürger hat das Wort“ führte aber vor Kurzem zu Konflikten, die nicht erneut auftreten sollen.


Festzuhalten ist nun Folgendes: Die Niederschrift beinhaltet lediglich die Inhalte der Tagesordnung. Dies schließt Wortmeldungen und Beteiligungen unter dem Punkt „Der Bürger hat das Wort“ aus.
Generell haben die Gäste der Sitzungen kein Rederecht während den Punkten der Tagesordnung und werden auch nicht im Protokoll festgehalten. Ausgenommen sind zu Sitzungen und Punkten eingeladene Gäste und/oder, wenn seitens des Ortsbeirates ein Gast explizit zu einem Thema etwas beitragen kann und dazu angesprochen wird.
Rederechte während der Sitzungen haben zu den TOPs neben dem Ortsbeirat der Bürgermeister als Vertreter des Gemeindevorstandes, bzw. in Abwesenheit ein Sprecher des Gemeindevorstandes. Weitere Mitglieder des Gemeindevorstandes sowie Mitglieder der Gemeindevertretung haben kein generelles Rederecht, sondern dies auch nur auf ausdrücklichen Wunsch des Ortsbeirates sollte zu einem Punkt Gehör geschafft werden.

Grundschule erneut Thema

Zweiter wichtiger Punkt war die Grundschule in Bürgeln. Dazu war als Gast Schulleiterin Frau Mainusch eingeladen, die ausführlich und sachlich korrekt die momentane Lage erläutert hat. Mit anwesend waren zudem die stellvertretende Schulleiterin Britta Prautsch sowie Sabine Vollmerhausen als stellvertretende Schulelternbeiratsvorsitzende.

Durch die angebauten Rettungstreppen ist das Außengelände noch kleiner geworden.

Frau Mainusch schilderte die momentane Schüler- und Gebäudesituation, die weiterhin ein Höchstmaß an Kompromissbereitschaft seitens der Schulgemeinschaft einfordert.

Frau Mainusch wies darauf hin, dass die Schülerzahlen – laut Berechnungen – sich in den kommenden Jahren bei um die 100 Kindern pro Schuljahr (aufgeteilt in 6 reine Klassenräume) einpendeln werden. Für diese Zahl an Schülern ist der aktuelle Standort in der Baumgartenstraße – sowie an die Anforderungen einer modernen Schule – nicht gemacht.

Frau Mainusch bestätigte die Infos des Ortsbeirates, dass der Landkreis bereits 2018 den aktuellen Standort als „nicht-sanierungswürdig“ beschlossen habe. Sie berichtet über den Zustand der Gebäude und die dadurch schlicht nicht sinnvolle Nutzung für Unterricht, Betreuung und den kommenden Ganztag.

Die Mensa ist den Schülerzahlen nicht gewachsen – auch durch die Rettungstreppe am Fenster.

Zur Einordnung:

Im Betreuungsraum (ehemaliger Sportraum, Keller im Pavillon) haben nicht mal annähernd 80 Kinder Platz.

Frau Mainusch bestätigte dabei auch die Aussage des Landkreises, dass keinerlei Gebäude Dritter im Umfeld der Grundschule erworben werden, da ein Umbau, bzw. eine Sanierung des Standortes ausgeschlossen sei. Der Landkreis müsse in diesem Fall die Kinder für mindestens 2 Jahre anderorts beschulen und dort zuvor eine Ersatzschule bauen, um die aktuelle umzugestalten – dies sei deutlich teurer, als direkt einen Neubau zu errichten, so die Schulleiterin. Sie hat sich die Aussagen seitens des Gebäudemanagements des Kreises aktuell bestätigen lassen.

Der Ortsbeirat appelliert gemeinsam mit der Schulleitung an die Ernsthaftigkeit der Situation: Da aus Sicht der Stadt Kirchhain die Kinder aus Betziesdorf gerne hier abgezogen werden sollen, steht eine Schulschließung im Raum!

Herr Hausmann war hierzu mit seinen Aussagen vor Ort – unter Zeugen – erschreckend deutlich.

Der Landkreis wird definitiv nicht allein für die Bürgelner Kinder einen Neubau finanzieren. Auch eine Renovierung der aktuellen Schule nur für die Bürgelner Kinder ist keine Option. Sollten die Kinder aus Betziesdorf hier weggezogen werden, wäre die Alternative für Bürgeln wohl eine Beschulung in Schönstadt.

Daher befinde man sich aktuell auf dünnem Eis, denn das Gutachten des Landkreises zum Bestand der Schulgebäude im Kreisgebiet ist noch nicht veröffentlicht – und wird wohl auch nicht vor der Kommunalwahl am 15. März veröffentlicht werden…

Irgendwelche Störfeuer, die nicht den Fokus auf eine Lösung Schulneubau haben, befeuern die Aktionen der politischen Gegner des gemeinsamen Grundschulstandortes Bürgeln-Betziesdorf in Bürgeln.

Dabei hat Priorität ganz klar ein moderner Schulneubau für die aktuellen Anforderungen auf der „grünen Wiese“ und als Alternative wurde ein Bau auf dem Gelände der MZH Bürgeln vorgeschlagen. Dabei wird die MZH natürlich weder für die Vereine noch für den laufenden Betrieb eingeschränkt, sondern dient der Schule lediglich weiterhin als Sporthalle sowie die Küche evtl. als mögliche Mensa.

Der Ortsbeirat dankt Frau Mainusch für die klare und unmissverständliche Schilderung der Fakten.

Die Rettungstreppe am Backsteingebäude mit Fluchtweg Richtung Hecke ist eine Zumutung.

Weitere Infos aus dem Gemeindevorstand

Bürgermeister Dr. Ried berichtet, dass die Ausschreibung für die Konzeptphase des Vorhabens „Kultur-, Bildungs- und Sportzentrum Bürgeln“ (Sanierung/Renovierung der MZH) abgeschlossen sei und die Leistungen in Kürze vergeben werden.

Für den Bau eines Feuerwehrgerätehauses und einer Rettungswache in Bürgeln laufen aktuell die Vorfeldarbeiten zur Erschließung.

Termin:

Der Ortsbeirat legt die Aktion zur Säuberung der Gemarkung auf den 21. März 2026, ab 10 Uhr, fest. Treffpunkt: Mehrzweckhalle