(Rückblick auf die Sitzung vom 25. November 2025)
Mitteilungen des Gemeindevorstands
- Auf dem Pendlerparkplatz am Bahnhaltepunkt wurden Behindertenparkplätze ausgewiesen.
- Am 18. November fand eine Verkehrsschau statt. Für die gesamte Ortslage Bürgeln ist eine „30-er Zone“ angeordnet worden, um den Verkehr gezielt zu beruhigen. Diese Zone ist durch entsprechende Schilder am Anfang und am Ende des betroffenen Bereichs ausgeschildert.
Innerhalb des Bereichs ist es nicht erforderlich und vorgesehen auf die „Zone Tempo 30“ durch Wiederholungsschilder oder Geschwindigkeitsmarkierungen erneut darauf hinzuweisen. Die bisherigen Vorfahrt-Achten-Markierungen in den Ortsstraßen sollen daher nicht erneuert werden. - Auf dem Friedhof wurde ein Ahornbaum als Urnenbaum gepflanzt.
- Die barrierefreie Haltestelle im Rennweg einschließlich der barrierefreien Zugänge an den Querungsstellen, die Radwegeverbindung zwischen Bürgeln und Betziesdorf sowie Bürgeln und Ginseldorf wurden fertig gestellt. Die erforderliche Beschilderung sowie die Aufstellung der Wartehalle am Rennweg erfolgt in KW49.
- Die Deutsche Bahn wurde zum Rückschnitt der Bepflanzungen am Bahnkörper aufgefordert und hinsichtlich der Montage von Solarleuchten am Bahntunnel im Wiesenweg kontaktiert. Eine Montage durch die Bahn wird abgelehnt. Bei den der Gemeinde angebotenen Leuchten handelt es sich um Leuchten zur Montage an Dachrinnen, die hierfür keine Verwendung finden können.
- An der MZH wurden die Eingangsbereiche gereinigt. Bis zur Fertigstellung des Neubaus der geplanten Rettungswache durch die Johanniter-Unfall-Hilfe wird die Räumlichkeit des jetzt ehemaligen Jugendclubs an der MZH dem Rettungsdienst zur vorübergehenden Nutzung überlassen. Dass Rettungsfahrzeug wird an der Zufahrt positioniert. Diese wird befahrbar hergestellt. Der Jugend- bzw. Kidsclub Bürgeln wird während dieser Zeit der Umnutzung den Besprechungsraum der MZH nutzen.
- Die Umgestaltungsarbeiten am „Roten Platz“ sind weitgehend abgeschlossen. Die Bepflanzungsarbeiten sollen im I. Quartal 2026 durch die Bürgerschaft erfolgen.
Anregungen Baugebiet Bürgeln
Der Ortsbeirat Bürgeln regt ein weiteres Baugebiet am Ortsrand an. Die Diskussionen durch alle Mitglieder, sowie Gäste waren sehr zielführend. Ernst Fehler ergänzt, dass auch Mietwohnungen vorstellbar sind. Heinrich Friedrich mahnt auch an, dass an ein altersgerechtes Wohnen gedacht werden solle. Britta Gnau gibt zu bedenken, dass auch evtl. leerstehende Bestandsgebäude im Ortskern sowie mögliche Baulücken im Ort zuerst genutzt werden könnten. Das Gremium sieht den Bedarf – auch im Zuge der Gesamteinwohnerzahl der Gemeinde Cölbe – sowie der Atrraktivität Bürgelns gegeben. Innerörtliche Gebäude stehen so gut wie nie leer, bzw. Grundstücke mit möglichen Baulücken stehen größtenteils auch nicht zum Verkauf.
Es letztlich darüber abgestimmt, dass die Gemeinde eine Planung/einen Bedarf für eine Mischbebauung (Wohnhäuser/Mietshäuser/altersgerechtes Wohnen/Sozialwohnungen) ermitteln soll (5 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, keine Enthaltungen). Somit wird die Gemeinde gebeten, dies zu prüfen – vorzugsweise im Bereich an der Straße „Am Rödchen“, unterhalb der „Langen Mauer“.
Weitere laufende Projekte:
Gasthaus Mitte: Der Planungsstand wird angefragt, zwecks auslaufen der Straßensperrung „Im Dorfe“.
Nahwärme: Die Wirtschaftlichkeit ist gerade so erreicht. Eine öffentliche Infoveranstaltung folgt am 26. Januar 2026, um 19 Uhr in der MZH.
Verschiedenes
Nächste Sitzung Ortsbeirat: 22.01.2026, 19.30 Uhr, MZH (Kleiner Saal).
Gemeindevorstandsmitglied Heinrich Friedrich berichtet über einen möglichen Umbau der Scheune Baumgartenstraße 16 (Hof Lauer), die dann zur Erweiterung der Grundschule genutzt werden solle. Seiner Meinung nach müsse die Schule am aktuellen Standort im Ort bleiben. Er sie bereits in Gesprächen mit dem Hofbesitzer und sei zudem gemeinsam mit diesem beim Landratsamt vorstellig gewesen, um dies voranzutreiben, damit die Container wegkommen. Auch die Nutzung des roten Backsteingebäudes am Schulhof sei mit zwei Klassen möglich. Damit sei alles geregelt.
Die Anwesenden äußern Verwunderung über das Vorgehen. Ortsvorsteher Sebastian Reichel sowie der Ortsbeirat weisen diesen Vorschlag entschieden zurück. Der Landkreis habe bereits vor über zwei Jahren in mehreren Gesprächen eine Fortführung des Standorts Grundschule in der Baumgartenstraße aus Platzgründen und Baumängeln abgelehnt. Der Ortsbeirat findet es befremdlich, dass ein Gemeindevorstandsmitglied ohne Abstimmung mit dem Gremium sowie dem Gemeindeparlament sowie dem Gemeindevorstand sowie dem Bürgermeister als auch mit der Schulgemeinschaft eigenmächtig etwas unternommen hat.
„Der Standort Baumgartenstraße ist platztechnisch nicht erweiterbar. Es ist nicht damit getan die Container eins-zu-eins zu ersetzen. Es fehlen weiterhin Bereuungs- und Differenzierungsräume sowie eine größere Mensa, ein größerer Schulhof sowie Lagerräume. Auch das Gebäude Richtung Alte Kirche ist baufällig und muss abgerissen werden. In das rote alte Schulgebäude lassen sich zudem beim besten Willen keine Klassen unterbringen. Von der Verkehrs- und Parksituation mal ganz abgesehen, ist der Vorschlag von Herrn Friedrich nicht umsetzbar – dies habe ich ihm bereits in mehreren Gesprächen sowie auch bei einem Ortstermin an der Schule, bzw. der Scheune erläutert“, sagt Ortsvorsteher Reichel.
Dies habe man zudem bereits mehrfach öffentlich kommuniziert. Es stellt sich zugleich die Frage, wo denn die Schüler während eines Umbaus untergebracht werden sollen?
Der Landkreis als Schulträger wird weder eine nicht ausbaufähige Scheune erwerben, geschweige denn diese anmieten. Zudem wird auch hier der Denkmalschutz durch die Lage im alten Ortskern diverse Auflagen haben, was die Kosten sprenge. Dies wurde von Bürgermeister Dr. Jens Ried bestätigt.
Ergänzung zum Thema Grundschule:
Das Thema wurde zudem dem Schulelternbeirat und auch der Schulleitung berichtet. Hier herrscht absolute Einigkeit darüber, dass die Vorgehensweise der Schule nicht hilft und dies zudem kein zukunftsfähiges Konzept mit Hinblick auf eine moderne Schullandschaft, Schülerzahlen, Platzangebot und kommende Ganztagsaufgaben der Schule ist.
Das Kollegium hat erheblich Zeit und Energie in die Planung eines Schulneubaus investiert, um endlich Bedingungen zu bekommen ihr hochwertiges Angebot sinnvoll umsetzen zu können – mit einem Ersatz der Container durch ein renoviertes Gebäude ist dies erneut Flickwerk und nicht zukunftsfähig.
Das Schulkollegium hat einen aktuellen Brief an den Landkreis verfasst, in welchem es erneut auf die angespannte Raum- und Unterrichtssituation hinweist. Darin wird etwa beschrieben, dass:
- Fördergruppen teilweise in den Fluren, im Lehrerzimmer oder in der Küche unterrichtet werden müssen
- die Schulleitung anstehende Telefonate aus Platzmangel teils auf der Damentoilette durchführen muss
- in diesem Jahr ein weiterer Raum fehlt
- der Schulhof für weitere 20 Kinder Platz benötigt – durch die neuen Feuerschutztreppen hier noch weniger Platz zur Verfügung steht und Schlamm und Dreck sich mehr verteilen. Aktuell befinden sich 120 Kinder auf dem Schulgelände
- KEIN Differenzierungsraum mehr vorhanden ist, sondern nur Klassenräume, Küche, Lehrerzimmer, Toiletten und Büro
- die Bücherei teilweise und minimalistisch in der Alten Kirche angeboten wird
- die Betreuung teilweise in der Neuen Kirche stattfinden muss
- die Kinder in Schichten ihr Mittagessen einnehmen müssen, da die Mensa/Küche zu kein ist
- Förderunterricht oder Stundennachbereitung bei gutem Wetter auf dem Schulhof stattfinden muss
- die Lagermöglichkeiten in dem Backsteingebäude unzureichend sind und das Gebäude ebenfalls keinerlei Anforderungen an eine Schule des 21. Jahrhunderts bietet